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Artist-Centric Payments erklärt

Die Vergütung im Musikstreaming steht vor einem möglichen Wandel.
Während das klassische Modell seit Jahren dominiert, gewinnen neue Ansätze wie das User Centric Payment System oder das Artist Centric Modell zunehmend an Bedeutung.
Doch was steckt dahinter und warum wird überhaupt über neue Modelle diskutiert?

 

Das aktuelle System: Pro-Rata

Der sogenannte Pro-Rata Ansatz ist aktuell Standard bei den meisten Streamingplattformen.
Dabei werden alle Einnahmen aus Abos und Werbung in einen großen Pool geworfen und anschließend nach Gesamtstreams verteilt.
Das Problem:
Dieses System bevorzugt große Artists mit hohen Streamingzahlen.
Das führt dazu, dass:

  • Mainstream Acts den größten Anteil erhalten
  • kleinere Artists weniger profitieren
  • Nischenmusik oft untergeht

 

User Centric Payment System

Das User Centric Modell verfolgt einen anderen Ansatz.
Hier wird die monatliche Gebühr eines einzelnen Users direkt auf die Artists verteilt, die diese Person tatsächlich hört.
Ein Beispiel:
Wenn ein User 10 Prozent seiner Zeit Artist A hört, erhält dieser auch 10 Prozent der Abo-Gebühr dieses Users.
Das Ziel:

  • fairere Verteilung
  • stärkere Verbindung zwischen Fan und Artist
  • bessere Chancen für kleinere Acts

 

Deezer setzt auf Artist-Centric

Deezer geht noch einen Schritt weiter und testet ein eigenes Modell, das sogenannte Artist Centric Payment System.
Dieses Modell bringt zusätzliche Anpassungen mit sich:

  • Fokus auf „aktive“ Artists mit echten Streams
  • höhere Vergütung für bewusst gewählte Songs
  • geringere Berücksichtigung von algorithmisch generierten Plays
  • Ausschluss von nicht-musikalischen Inhalten
  • stärkere Maßnahmen gegen Streaming Fraud

Damit will Deezer die Qualität von Streams stärker gewichten.

 

Warum sich das System verändern könnte

Die Diskussion um neue Modelle zeigt, dass das aktuelle System nicht für alle fair funktioniert.
Neue Ansätze könnten:

  • Einnahmen gerechter verteilen
  • echte Fanbindung stärker belohnen
  • Manipulationen reduzieren

Gleichzeitig bleibt die Umsetzung komplex und nicht jedes Modell ist für alle Beteiligten gleich vorteilhaft.

 

Blick in die Zukunft

Streamingplattformen entwickeln sich ständig weiter.
Ob sich Modelle wie UCPS oder Artist Centric langfristig durchsetzen, bleibt offen.
Klar ist jedoch:
Die Diskussion über fairere Vergütung ist in vollem Gange und könnte die Musikindustrie nachhaltig verändern.

Neue Vergütungsmodelle im Streaming könnten einen wichtigen Schritt in Richtung Fairness darstellen.
Für Artists bedeutet das möglicherweise mehr Einfluss durch echte Fans und weniger Abhängigkeit von reinen Streamingzahlen.
Die kommenden Jahre werden zeigen, welches Modell sich durchsetzt und wie sich die Einnahmen im Streaming langfristig entwickeln.

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